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HREA Online – Mai 2011

In dieser Ausgabe

- Von den HREA MitarbeiterInnen: der Arabische Frühling
- Russische Version des Compendium of Good Practice jetzt verfügbar
- Arabisches Institut und HREA läuten zum 21sten Mal die Anabtawi Sommerschule online ein
- Podiumsdiskussion "Lehre für Soziale Transformation"
- Einführungs-E-Kurs zu Kinderrechten



Von den HREA MitarbeiterInnen

Liebe KollegInnen und FreundInnen von HREA,

der (arabische) Frühling ist da. Die demokratischen Revolutionen in Tunesien und Ägypten haben Volksaufstände in der gesamten Nahost-Region ausgelöst, die vor sechs Monaten keiner vorhergesagt hätte. In dem Moment in dem dieser Text geschrieben wird, führen friedliche Proteste gegen die repressiven Regime in Bahrain, Syrien und Libyen dazu, Versprechen von Demokratie und Freiheit nachhaltig zu verankern - auch wenn es in Libyen immer wieder zu Vorfällen kommt, die den Ausbruch eines Bürgerkriegs vermuten lassen. Auch in Jordanien, Marokko und in einigen Golfstaaten gibt es Reformbewegungen. Veränderungen passieren in Algerien, Gaza und der Westbank und sogar der Iran scheint dem arabischen Frühling nicht entkommen zu können.

Mehr als jemals zuvor müssen nun Bewegungen unterstützt werden, die sich für Demokratie, Menschenrechte, und Rechts-staatlichkeit einsetzen. Wir von HREA werden unser Engagement in der Region ausweiten und die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Ägypten, Marokko und Tunesien sowie mit ehemaligen Teilnehmern unserer regionalen Trainingsprogramme stärken um auf diese Weise Kapazitäten von Zivilgesellschafts-organisationen durch Training weiter aufzubauen. Letzten Monat haben wir im dritten Jahr in Folge die jährliche Vorbereitungsphase des Anabtawi Sommerprogramms gemeinsam mit dem Arabischen Institut für Menschenrechte online eingeläutet. Mehr Informationen dazu finden sich in diesem Newsletter. Für UNRWA, die Organisationen der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge werden wir Menschenrechtsbildungsprogramme in UNRWA Schulen im Gazastreifen, Jordanien, Libano, Syrien und der Westbank bewerten. Wir freuen uns weiterhin über den Start der Zusammenarbeiten mit der Menschenrechtsorganisation Arseh Sevome ("Dritte Sphäre"), mit der wir gemeinsam ein Trainingsprogramme zur Erhöhung der Kapazitäten von Menschenrechtsverteidigern im Iran durchführen werden.

Es ist ein Privileg, gemeinsam mit anderen dazu beitragen zu können, Versprechen von Demokratie und Freiheit Realität werden zu lassen. Wir von HREA fühlen uns geehrt mit unseren Kollegen im Nahen Osten und Nordafrika zu arbeiten und mit jedem Einzelnen von euch verbunden zu sein.

Mit den besten Wünschen von MitarbeiterInnen und Vorstand von HREA,

Frank Elbers
Programmdirektor



Russische Version des Compendium of Good Practice jetzt verfügbar

Compendium of Good PracticeDie russische Version der Publikation zur schulischen Menschenrechtsbildung Human Rights Education in the School Systems of Europe, Central Asia and North America: A Compendium of Good Practice (Образование в области прав человека в школьной системе Европы, Центральной Азии и Северной Америки: сборник примеров успешных практик) wurde kürzlich vom Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSCE/ODIHR) veröffentlicht. Die originale englische Ausgabe wurde 2009 gemeinsam vom Europarat, dem Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen (OHCHR) und UNESCO herausgegeben. HREA hat das Kompendium unter Anleitung dieser Partner entwickelt und zusammengestellt.

Die russische Version mit allen Anhänge ist auf der OSZE Webseite zu finden und zudem wie die englische Version auch auf der HREA Webseite verlinkt: http://www.hrea.org/index.php?doc_id=1198.



Arabisches Institut und HREA läuten die 21. Auflage der Anabtawi Sommerschule online ein

Im dritten Jahr in Folge beeinhaltet "Anabtawi", die Sommerschule für arabische MenschenrechtsverteidigerInnen, auch eine Online-Kompenente. Anabtawi besteht normalerweise aus einem zweiwöchigen, Intensiv-Trainingskurs, der in Tunis stattfindet. Organisator ist das Arabische Institut für Menschenrechte (AIHR).

HREA und AIHR haben die Online-Vorbereitungsphase für die Sommerschule vor zwei Jahren eingeführt um Zeit zu sparen indem TeilnehmerInnen das Grundwissen zu Menschenrechten bereits vor dem Kurs vermittelt wird. Dadurch kann im Kurs selber der Schwerpunkt stärker auf den Ausbau von Fähigkeiten und Strategieentwicklung gelegt werden.  Die Online-Phase erlaubt zudem eine tiefergehende Beschäftigung mit der Theorie und dem Hintergrund von Menschenrechtsmechanismen und -normen.

Fünfzig TeilnehmerInnen aus 14 Ländern aus dem Nahen Osten und Nordafrika nehmen an dem sechswöchigen Intensiv-Onlinekurs teil, der am 9. April gestartet ist und noch bis zum 27. Mai geht. Inhaltlich führt der Kurs in die Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen, die Grundlagen internationalen humanitären Rechts ein sowie den Menschenrechtsansatz ein. Gleichzeitig können die anderen Anabtawi-KursteilnehmerInnen sowie die Trainer kennengelernt werden.



Podiumsdiskussion "Lehre für Soziale Transformation" (Teaching for Social Transformation)

Am 21. April fand die Podiumsdiskussion "Lehre für Soziale Transformation: Ansätze zur Menschenrechtsbildung in Indien, Libanon und der Türkei" statt, die von HREA, dem Carr Center für Human Rights Policy der Harvard Kennedy School of Government und der Civic and Moral Education Initiative der Harvard Graduate School of Education gemeinsam ermöglicht wurde.

Die Podiumsteilnehmer HREA-Direktor Felisa Tibbitts, Monisha Bajaj (Assistenzprofessor für Lehre vom Teachers College der Columbia University) und Zeena Zakharia (Tueni Fellow vom Carr Center for Human Rights Policy der Harvard Kennedy School of Government) diskutierten kritisch das „empowerment“-Model der Menschenrechtsbildung aus theoretischer sowie auch praktischer Perspektive. Beispiele aus dem Bereich der formalen und informellen Bildung aus Indien, Lebanon und der Türkei halfen, unterschiedliche Programmdesigns zu analysieren und zeigten Ergebnisse aus den verschiedenen nationalen Kontexten.

Podiumsdiskussion

Um einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion anzuschauen (nur auf English), klicke auf das Bild.


Neuer E-Kurs zu Kinderrechten

KinderrechteGanz neu bietet HREA bietet nun auch einen E-Kurs zu Kinderrechten zum eigenständigen Durcharbeiten an. Nach den Kursen zu "Rechte von Flüchtlingen und Vertriebenen" sowie "Menschenrechte in Europa", die 2010 eingeführt wurden, ist dies der dritte Kurs dieser Art. Der E-Kurs zu Kinderrechten gibt einen Überblick über die spezifischen Institutionen und Mechanismen, die zur Erfüllung der Kinderrechte beitragen, erklärt, wie Kinderrechte auf Spiel gesetzt werden und was die TeilnehmerInnen tun können um zu helfen.

 Der E-Kurs umfasst folgende Hauptthemen:

-Verstehen des Rahmenwerkes zum Schutz der Kinderechte
 - Wer wird als Kind verstanden?
 - Geschichte des Kinderrechtsschutzes
 - Leitfaden für die Konvention über die Rechte des Kindes
 - Rolle des Kinderrechtsausschusses
 - Nationaler Schutz von Kindern

- Beschäftigung mit 10 Kinderechtsthemen
 - Kinderarbeit
 - Kinder in bewaffneten Konflikten
 - Kinder im Kontakt mit dem Gesetz
 - Kinder mit Behinderungen
 - Volkswirtschaft
 - Bildung
 - Gesundheit
 - Identität
 - Sexuelle Ausbeutung
 - Gewalt gegen Kinder

Es besteht jederzeit Zugang zum E-Kurs, wodurch sehr komfortabel im eigenen Tempo gearbeitet werden kann. Diese Eigenschaft der HREA E-Kurse macht es den TeilnehmerInnen besonders einfach nach eigenen Möglichkeiten zu lernen. Die Kursdauer liegt insgesamt bei drei bis fünf Stunden.

Schau es dir an: Kurzes Demo-Video

(Um sich das kurze Demo-Video anzuschauen, wird der Adobe Flash Player benötigt. Hier kannst du ihn runterladen.)

Mehr Informationen und Kursanmeldung hier >>



Übersetzung: Juliane Weymann

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Monitoring image
Im dritten Trimester von 2011 (14. September – 29.November) bietet HREA 17 E-Learning-Kurse an. Unter anderem gibt es Angebote zu Kinderrechts-"Programming", Wahlbeobachtung, Gleichstellung der Geschlechter, internationales humanitäres Recht, internationales Flüchtlingsrechte, Monitoring von Frauenrechten, Monitoring und Evaluierung im NRO-Sektor, und zu Rechten von Personen mit Behinderung an. Lerne hier mehr zu diesen und anderen kommenden E-Learning-Angeboten.

Internationale Kontaktgruppe zu Menschenrechtsbildung

HREA wurde eingeladen der gerade gegründeten Internationalen Kontaktgruppe zu Bürgerrecht und Menschenrechtsbildung (International Contact Group on Citizenship and Human Rights Education) beizutreten. Mehr dazu hier >>

CLINIC nun Partner von HREA

HREA wird in Zukunft die in Washington sitzende Organisation CLINIC dabei unterstützen, das Trainingsangebot um E-Learning-Kurse zu erweitern. Mehr dazu hier >>

Menschenrechtsperspektive auf Kriegsvölkerrecht

Foto Vereinte Nationen/ Marco Dormino

HREA und das Carr Zentrum für Menschenrechtspolitiken haben gemeinsam die Präsentation "Eine Menschenrechtsperspektive auf das Kriegsvölkerrecht" durch Dr. Gerd Oberleitner am 20. April organisiert. Mehr dazu hier >>
Zweite DARE Frühlingsakademie ein Erfolg

31 junge Trainer haben sich in Deutschland im Harz für die zweite DARE Frühlingsschule getroffen. Mehr Informationen dazu hier >>

HREA und UPEACE bieten Kurs zu alternativer Konfliktlösung an

HREA und die University for Peace and Human Rights Centre bieten gemeinsam einen neuen Kurs mit Möglichkeit des Zertifikatserwerbs zu Alternativer Konfliktlösung an. Mehr dazu hier >> 

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