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[headlines] Weitere Gewaltausbrüche in Myanmar

2012-11-01 10:56:47

UNHCR, Sittwe/Rakhine, 30. Oktober 2012 -- UNHCR ist sehr beunruhigt über die erneuten Gewaltausbrüche im westlichen Bundesstaat Rakhine, die laut Behördenangaben mittlerweile über 28.000 Menschen zur Flucht gezwungen haben.

Es ist dringend nötig, dass Recht und Ordnung wieder hergestellt werden, um weitere Gewalt zu verhindern. UNHCR muss auch dringend Zugang zu den Binnenflüchtlingen erhalten, um für rasche Hilfe sorgen zu können.

Dutzende Tote und über 4.600 niedergebrannte Häuser
Seit Beginn der ethnischen Unruhen am 21. Oktober wurden laut Behördenangaben dutzende Menschen getötet und über 4.600 Häuser niedergebrannt. Letztes Wochenende konnten UNHCR-MitarbeiterInnen gemeinsam mit anderen UN-Organisationen einige betroffene Regionen besuchen und mussten feststellen, dass sich viele Binnenvertriebene in sehr schwer erreichbaren Gebieten aufhalten.

Mehr als 3.000 Menschen flohen in Booten Richtung der Bundeshauptstadt Sittwe, um Unterstützung in den vorhandenen Lagern für Binnenvertriebene zu suchen. Die Lager in und um Sittwe beherbergen bereits mehr als 75.000 Menschen, die seit dem Gewaltausbruch im Juni dieses Jahres geflohen sind. Durch den neuen Zustrom sind die Kapazitäten der Lager in Bezug auf Raum, Schutz und Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser überlastet. Die Nahrungsmittelpreise im Gebiet haben sich verdoppelt und es gibt zu wenige Ärzte, um die Kranken und Verletzten zu versorgen.
Viele vertriebene Menschen haben Schutz bei Gemeinden in der Nähe und in den Lagern für Binnenvertriebene in Sittwe gesucht, während gleichzeitig zahlreiche Menschen in die Berge geflüchtet sind. Schätzungen gehen davon aus, dass weitere 6.000 Menschen auf Booten oder kleineren Inseln an der Westküste Myanmars gestrandet sind.

Weitere Betroffene harren unter schlechten Bedingungen in ihren Dörfern aus und warten darauf, dass sie ihre Häuser bald wieder aufbauen können. Berichten zufolge erhielten einige Menschen auch Drohungen, dass ihre Häuser niedergebrannt werden, so dass viele aus Angst geflohen sind.

Um die dringendsten Bedürfnisse abzudecken, versorgte UNHCR rund 2000 Menschen in den Dörfern in der Minbya Gemeinde mit Zeltplanen. Weitere Plastikplanen, Decken und Moskitonetze sind bereits am Weg nach Sittwe. Sie stellen eine Ergänzung zu den Hilfsgütern für die rund 54.000 Menschen in den Lagern für Binnenvertriebene dar, die UNHCR Teams während der letzten Monate bereitgestellt haben.

In der Zwischenzeit appelliert UNHCR an die Nachbarländer, ihre Grenzen für die Menschen offen zu halten, die Schutz vor den anhaltenden Unruhen im Rakhine Bundesstaat suchen. Die Nachbarländer können auch auf die Unterstützung von UNHCR bei der Bewältigung dieser humanitären Krise zählen.

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