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[headlines] Flüchtlingskommissar besucht Burkina Faso

2012-07-31 15:03:58

UNHCR, Burkina Faso, 31. Juli 2012 -- Der UN-Flüchtlingskommissar António Guterres beginnt heute seinen dreitägigen Besuch in Burkina Faso. Anlass seines Besuches ist die zunehmend kritische humanitäre Lage von 100.000 Flüchtlingen aus Mali und die Auswirkungen auf ihre Nachbarländer.

Guterres wird von Anne C. Richard, Abteilungsleiterin für Flüchtlingsfragen im US-Außenamt, begleitet.

Seit Beginn des Konflikts im Januar, sind über 250.000 Malier in die benachbarten Länder Burkina Faso, Mauretanien und Niger geflüchtet. Es wird geschätzt, dass weitere 167.000 Malier intern vertrieben worden sind. Aufgrund der Konflikte, der unregelmäßigen Niederschläge, den Ernteausfälle und den hohen Nahrungsmittelpreisen brauchen ungefähr 10 Millionen Menschen in der Region dringend Hilfe.

Am Mittwoch werden Guterres und Richard das Damba-Flüchtlingslager im Norden besuchen. Das Camp beherbergt vor allem Tuareg (80%), ebenso wie Araber (15%), Peuls, Bambara und Songhais, die aus dem Gebiet Gossi in die Region Timbuktu geflüchtet sind.

Das ist Guterres zweiter Besuch in der Sahelzone, um auf die vernachlässigten Flüchtlingskrisen aufmerksam zu machen. Anfang Mai besuchte er Niger, wo er an Spender appellierte, malische Flüchtlinge in der Region finanziell zu unterstützen. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, eine politische Lösung für die Situation in Mali zu finden, bevor sie zu einem globalen Sicherheitsrisiko wird.

UNHCR bemüht sich trotz extrem geringer finanzieller Mittel, die Bedürfnisse der Flüchtlinge abzudecken. Von den benötigten 153 Mill. Dollar erhielt UNHCR bisher nur 49,9 Mill. Dollar bzw. 32,4 Prozent. Bislang hat die US-Regierung 27 Mill. Dollar für die malischen Flüchtlinge gespendet.

In der unwirtlichen Gegend der Sahel Zone ist der Zugang zu sauberem Wasser, Latrinen und Gesundheitsversorgung entscheidend in der Behandlung und Vorbeugung von häufigen Erkrankungen wie Durchfall, Infektionen der Atemwege aber auch gegen Cholera-Epidemien. Aufgrund der schlechten Finanzierung kann UNHCR den Flüchtlingen weitere dringend benötigte Hilfsleistungen wie z.B. Schulunterricht nicht ermöglichen.

 

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