HREA / Education and training in support of human rights worldwide Celebrating 10 Years
Wir über uns | E-Learning
Lerncenter Dokumente Netwerken
English Spanish Französisch Russisch Russisch Portugiesisch Italienisch Chinesisch Arabisch
 
[headlines] DRC: Flüchtlinge kehren zurück

2012-05-14 15:25:33

UNHCR, Genf/Mbandaka, 11. Mai 2012 -- Seit vergangener Woche läuft das von UNHCR unterstützte freiwillige Rückkehrprogramm für kongolesische Flüchtlinge. Seither sind bereits hunderte Flüchtlinge in die nördliche Provinz der Demokratischen Republik Kongo (DRC) zurückgekehrt. Das Flüchtlingshochkommissariat hat sich zum Ziel gesetzt, bis Juli nächsten Jahres 81.000 Menschen die Rückkehr zu ermöglichen.

Das Programm begann am vergangenen Samstag, als die ersten Boote mit 79 Flüchtlingen aus der Republik Kongo den Grenzfluss Oubangui Richtung DRC überquerten. Wenige Tage später liefen die nächsten Schiffe vom Dock, die weitere 323 Rückkehrer an Bord hatten. Heute sollen 246 Personen wieder in ihr Heimatland gebracht werden, weitere Transporte sind für kommenden Dienstag geplant.

Die überwiegende Mehrheit der RückkehrerInnen besteht aus Frauen und Kindern. Sie stammen aus der Provinz Equateur. Im Rahmen des Rückkehrprogramms sollen heuer insgesamt 49.000 und im kommenden Jahr 32.000 Flüchtlinge wieder ihre Heimreise antreten. In einem weiteren Schritt sollen auch Flüchtlinge aus Zentralafrika nach Hause zurückkehren. Dieses Programm befindet sich aber derzeit noch im Planungsstadium.

Große logistische Herausforderung

Die in 106 entlegenen Orten 500 km entlang des Oubangui-Flusses verstreuten Flüchtlingsgruppen in der Republik Kongo stellen eine große logistische Herausforderung für UNHCR und seine Kooperationspartner dar. Die geringe Wasserführung des Oubangui-Flusses bedeutet ein weiteres Problem für die Hilfsorganisationen. Ein wenig erleichtert wurde der Transport durch die Regenfälle in der Vorwoche.
Unmittelbar nach der Ankunft in der Provinz Equateur werden die Heimkehrer registriert, ärztlich untersucht, mit Nahrungsmitteln und ein wenig Taschengeld versorgt und erhalten auch dringend benötigte Hilfsgüter.

Innerethischer Konflikt als Fluchtgrund

Die nun vor der Rückkehr stehenden Menschen waren vor innerethnischen Konflikten Ende 2009 zwischen den Enyele und den Munzaya aus ihrer Heimat geflohen. In weiterer Folge suchten die Flüchtlinge in abgelegenen Siedlungen in der Republik Kongo Zuflucht. Die Zahl der in die Nachbarstaaten geflohenen Menschen wird auf rund 143.000 geschätzt (123.000 in die Republik Kongo und 20.000 in die Zentralafrikanische Republik).

Weitere 100.000 Personen wurden, wenn auch nur zeitweilig, zu Binnenvertriebenen. Sie kehrten in regelmäßigen Abständen in ihre Heimatdörfer in der Provinz Equateur zurück, um ihre Felder zu kontrollieren.

Auch vor Ort hilft UNHCR und stellt Material für Notunterkünfte bereit. Außerdem wurden bereits mehr als 200 Unterkünfte für besonders Schutzbedürftige errichtet. Ein zwischen den verfeindeten ethnischen Gruppen geschlossener Nicht-Angriffspakt wurde ebenfalls von UNHCR unterstützt. Als Teil des Versöhnungsprozesses ging vergangenen Oktober ein UNHCR-finanzierter Radiosender, der gemeinschaftlich betrieben wird, on air.

 

Bookmark and Share
HREA Trainings
HREA Publications
Subscribe
Ich möchte täglich Nachrichten bekommen über Menschenrechte weltweit.
RSS Feeds
Datenschutzerklärung | Häufig gestellte Fragen | Publikationen | RSS Feeds | Urheberrecht